Dänemark und Deutschland erhalten erste Leopard 2A7Vs

Dänemark und Deutschland erhalten erste Leopard 2A7Vs

Am 29. Oktober 2019 übergab Krauss-Maffei Wegmann, Hersteller des Kampfpanzers Leopard 2A7V (Verbessert), die ersten beiden Panzer in einer Feierstunde am Münchner Produktionsstandort an die deutsche und die dänische Armee. Frank Haun, Vorsitzender der Geschäftsführung von Krauss-Maffei Wegmann, übergab die symbolischen Schlüssel für die beiden Panzer an Friis Arne Petersen, Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland, und Dr. Peter Tauber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit Verteidigung. Die Zeremonie findet kurz nach dem 40. Jahrestag der Indienststellung des Leopard 2 bei der Bundeswehr statt.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Dr. Peter Tauber (hyperlinks) und Generalleutnant Stephan Thomas (rechts) nehmen stellvertretend für die Bundeswehr einen symbolischen Schlüssel vom KMW-Vorstandsvorsitzenden Frank Haun entgegen. (Foto: Bundeswehr / Invoice Drechsler)

Der Leopard 2A7V ist eine weitere Verbesserung des vorherigen 2A7-Requirements mit einer neuen 120-mm-L55A1-Kanone, die die programmierbare hochexplosive DM11-Patrone abfeuern kann. Das Geschütz ist in der Lage, auch höhere Kammerdrücke zu bewältigen, was eine bessere Panzerabwehrleistung mit neueren panzerbrechenden, flossenstabilisierten Sabot-Granaten ermöglicht. Abgesehen von der Feuerkraft wurden die Frontpanzerungspakete des Leopard 2A7V umfassend verbessert, um modernen Bedrohungen standzuhalten. Ein verbessertes Hilfsaggregat, neue ABC- und Klimaanlagen sowie die Integration moderner C4I-Systeme verleihen dem Leopard 2A7V Kompatibilität mit modernen NATO-Gefechtsfeldnetzwerken. Die Modernisierung des Antriebsstrangs und des Geschützstabilisierungssystems erhöht die Geländegängigkeit und Einsatzfähigkeit des Leopard 2A7V während der Fahrt. Neue optische Systeme für alle Besatzungsmitglieder verleihen dem 2A7V im Vergleich zu früheren Leopard 2-Modellen ein besseres Situationsbewusstsein.

Kommandeur des Jütland-Dragoner-Regiments, Oberst Anders Poulsen, Kommandeur des 1. Panzerbataillons des Jütland-Dragoner-Regiments, Oberstleutnant J. Møller-Pedersen, Oberfeldwebel des 1. Panzerbataillons O. Rasmussen und eine Panzerbesatzung des 2. Panzergeschwaders des 1. Panzerbataillons symbolischen Schlüssel zu ihrem Leopard 2A7V. (Foto: Dänische Verteidigung)

Deutschland hat 104 Leopard 2A7V und Dänemark 44 bestellt. Die Leopard 2A7V beider Nationen werden aus älteren Leopard 2 umgebaut. Die deutsche Bestellung besteht aus umgebauten Leopard 2A7, 2A6NL aus dem gemeinsamen deutsch-niederländischen Panzerpool und 2A4, die zuvor von Krauss-Maffei Wegmann während der in den 1990er Jahren geltenden Reduzierungen zurückgekauft wurden. Der dänische Auftrag hat 44 Leopard 2A5DKs, die er zuvor gekauft hat, umgebaut auf 2A7V-Normal. Der deutsche Auftrag soll bis 2023 abgeschlossen sein, der dänische Auftrag bis 2022.

Der 2A7V ist einer von mehreren konkurrierenden Requirements für potenzielle und aktuelle Betreiber des Leopard 2. Ungarn hat 44 Leopard 2A7V bestellt, während der Qatari Leopard 2A7+/2A7Q eine modifizierte Model des 2A7V ist, die über eine leistungsstärkere APU zur Unterstützung einer Klimaanlage verfügt System für Wüstenumgebungen verbessert.

Der erste dänische Leopard 2A7V mit der Flagge des 2. Panzergeschwaders, 1. Panzerbataillon, Jütland-Dragoner-Regiment. (Foto: Dänische Verteidigung)

Während die ursprünglichen NATO-Betreiber des Leopard 2 ihre Flottengröße seit ihrem Höhepunkt gegen Ende des Kalten Krieges stark reduziert haben, haben erneute Bedenken hinsichtlich eines russischen Angriffs nach der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 und der Beteiligung am Krieg im Donbass das Interesse der NATO an der Flotte erneut geweckt konventionelle Kriegsführung im Gegensatz zu den Operationen zur Aufstandsbekämpfung des International Battle on Terror. Infolgedessen wird der Wettbewerb um die Aufrüstung der noch im Einsatz befindlichen Leopard 2 sowohl mit älteren als auch mit neueren NATO-Mitgliedern auf absehbare Zeit hart sein.

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