Die Vereinigten Arabischen Emirate unterzeichnen diskret zwei Korvetten der Gowind-Klasse der französischen Naval Group

Die Vereinigten Arabischen Emirate unterzeichnen diskret zwei Korvetten der Gowind-Klasse der französischen Naval Group

Intelligence On-line und Protection Information konnten beide unabhängig bestätigen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate und der französische Schiffbauer Naval Group Verhandlungen über den Kauf von zwei Korvetten der Gowind-Klasse für die Marine der Vereinigten Arabischen Emirate abgeschlossen haben.

Weder die Vereinigten Arabischen Emirate noch Frankreich, die Abu Dhabi Shipbuilding Firm (ADSB) oder die Naval Group gaben Erklärungen ab oder sprachen mit den Medien über den Deal und blieben angesichts des offensichtlichen Lecks verschlossen.

Der Auftragswert wird auf 750 Millionen Euro (850 Millionen US-Greenback) geschätzt, und der Vertrag beinhaltet eine Choice zum Kauf von zwei weiteren Schiffen. Berichten zufolge kooperiert ADSB beim Bau der Schiffe.

Der Deal wurde erstmals im November 2017 bekannt gegeben, als der französische Präsident Emmanuel Macron Dubai besuchte. Ein bedeutender Schritt, wenn man bedenkt, dass die Naval Group und ihr Vorgänger DCNS noch nie zuvor mit den VAE zu tun hatten.

Die Gowind-Klasse, die je nach Ausführung zwischen 102 und 111 Meter Länge und zwischen 2.600 und 3.000 Tonnen Verdrängung umfasst, ist auf dem Exportmarkt sehr erfolgreich, wo sie bereits stark an die ägyptische Marine geliefert wird modifiziert für die malaysische Marine, obwohl die französische Marine den Typ selbst nicht betreibt.

Renderbild der Gowind-Klasse mit Flugdeck und Heckbereich (mit freundlicher Genehmigung der Naval Group)

Die Schiffe sollen mit dem eigenen Kampfmanagementsystem SETIS der Naval Group, den Schiffsabwehrraketen Exocet von MBDA sowie den Boden-Luft-Raketen Developed Sea Sparrow (ESSM) von Raytheon ausgerüstet werden.

Deutsches Exportverbot wirkt sich auf Abkommen aus

Korvetten der Gowind-Klasse werden von Motoren angetrieben, die von der deutschen Firma MTU hergestellt werden, aber die deutsche Regierung erteilt den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien keine Exportlizenzen für Militärmaterial für ihre Teile im Krieg im Jemen.

Die Entscheidung Deutschlands könnte die Einhaltung des Vertrags erschweren, wenn Berlin beschließt, die Sanktionen auch auf diesen Vertrag anzuwenden. Ein deutscher Block des Offers würde den Deal im Wesentlichen vollständig zunichte machen.

Ob Berlin gegen den Deal sein Veto einlegen wird, ist noch nicht absehbar.

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