Erster ungarischer Leopard 2A4 bereit

Erster ungarischer Leopard 2A4 bereit

Am 3. Juli besuchte eine Delegation der ungarischen Verteidigungskräfte das Leopard 2-Werk von Krauss-Maffei Wegmann in München. Zu den Mitgliedern der Delegation gehörten Brigadegeneral Gábor Lőrincz, Kommandant der 25. HDF-Infanteriebrigade „Klapka György“ und Soldaten der 11. Panzerdivision der Brigade.

Ein ungarischer Leopard 2A4 mit einem Leopard 2A7 während einer Demonstration. Foto mit freundlicher Genehmigung des ungarischen Verteidigungsministeriums.

Die Delegation erhielt eine Präsentation über die Geschichte und die aktuellen Aktivitäten des Werks sowie eine Führung durch die Produktionslinie, die ihnen einen detaillierten Einblick in die Leopard 2-Produktion vermittelte. Im Anschluss an die Tour wurde eine Vorführung eines der ungarischen Leopard 2A4 und eines Leopard 2A7 durchgeführt. Während des Besuchs wurden einem der Leopard 2A4 die ungarischen Nationwide- und Einheitsabzeichen vom Brigadegeneral angebracht.

Brigadegeneral Gábor Lőrincz, Kommandeur der HDF 25. Infanterie-Brigade „Klapka György“, mit dem neu aufgebrachten ungarischen Nationalbanner und Einheitsabzeichen der 25. Infanterie-Brigade „Klapka György“ auf einem neuen ungarischen Leopard 2A4. (Foto mit freundlicher Genehmigung des ungarischen Verteidigungsministeriums)

Die ungarischen Streitkräfte haben 12 Leopard 2A4 von KMW geleast. Sie werden bei der 11. Panzerdivision in Tata dienen, bis die Auslieferung von 44 Leopard 2A7 im Jahr 2023 beginnt, sodass Panzerbesatzungen vor der Ankunft der 2A7 auf dem Leopard 2 geschult werden können. Die Montage der 2A4 begann im März dieses Jahres, und alle 12 sind nun zur Auslieferung bereit. Die Leopard 2A4 werden voraussichtlich noch in diesem Sommer in Ungarn eintreffen, und die Panzerbesatzungen werden nach ihrer Ankunft in Ungarn mit dem Coaching auf ihnen beginnen. Die anfängliche Ausbildung der Panzerbesatzung erfolgt in Österreich, später in Deutschland und Ungarn.

Mitglieder der HDF-Delegation mit einem neuen ungarischen Leopard 2A4 (Foto mit freundlicher Genehmigung des ungarischen Verteidigungsministeriums)

Die Beschaffung des Leopard 2 ist ein wichtiger Bestandteil des umfassenden Verteidigungsentwicklungsprogramms Zríny 2026 und ersetzt die veralteten T-72M1-Kampfpanzer, die derzeit bei den ungarischen Streitkräften im Einsatz sind. Die ungarische Regierung investiert stark in ihr Militär, wobei ihr kürzlich genehmigter zentraler Haushalt 2021 778 Milliarden Forint (2,96 Milliarden US-Greenback) für das Militär bereitstellt, eine Steigerung von 162 Milliarden Forint (519 Millionen US-Greenback) im Vergleich zu den Militärzuweisungen für 2020. Die Zuweisung für 2021 entspricht 1,66 % des ungarischen BIP und rückt damit immer näher an die 2 %-Ausgabenanforderung der NATO heran. Verteidigungsminister Tibor Benkő erklärte in einem Auftritt im öffentlich-rechtlichen Sender M1, dass 25 bis 30 % der Mittel für die Aufrüstung militärischer {Hardware} verwendet würden.

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