Finnland und Lettland entwickeln gemeinsam ein Patria-Derivat

Finnland und Lettland entwickeln gemeinsam ein Patria-Derivat

Am 29. Januar unterzeichneten die Regierungen Finnlands und Lettlands eine technische Vereinbarung zur Einführung eines gemeinsamen Entwicklungsprogramms zur nachhaltigen Verbesserung der Mobilität der Armee. Das Dokument wurde vom finnischen Verteidigungsminister Antti Kaikkonen und vom lettischen Verteidigungsminister Artis Pabriks unterzeichnet. Dies folgt auf die Unterzeichnung einer unverbindlichen Absichtserklärung zwischen Finnland, Lettland und Estland am 17. Dezember, um ein gemeinsames gepanzertes Fahrzeugsystem zu schaffen.

Der lettische Verteidigungsminister Artis Pabriks (hyperlinks) und der finnische Verteidigungsminister Antti Kaikkonen (rechts) bei der Unterzeichnungszeremonie. Foto mit freundlicher Genehmigung des lettischen Verteidigungsministeriums

Nach Ansicht beider Regierungen wird die Entwicklung eines gemeinsamen gepanzerten Fahrzeugsystems der Mobilität, Kosteneffizienz, Interoperabilität und Versorgungssicherheit der an der Entwicklung beteiligten Militärs zugute kommen. Die Basisplattform für die Entwicklung des gemeinsamen gepanzerten Fahrzeugsystems wird die 6×6-Variante des finnischen Patria Armored Modular Car (AMV) sein. Pabriks sprach über die Gründe für die Entwicklung eines Derivats der Patria:

„Die Bedürfnisse unserer Streitkräfte sind ähnlich, aber nicht identisch. Durch gegenseitige Diskussionen kamen wir zu dem Schluss, dass es auf dem Markt keine Fahrzeugplattform gibt, die alle Anforderungen erfüllt, und beschlossen daher, ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm auf Foundation der Patria 6×6-Plattform zu starten.“

Minister Pabriks und Kaikkonen mit den unterzeichneten technischen Vereinbarungen. Foto mit freundlicher Genehmigung des finnischen Verteidigungsministeriums

Das gemeinsame Entwicklungsprogramm steht anderen Nationen zur Teilnahme offen, und Kaikkonen kommentierte bei der Unterzeichnungsveranstaltung:

„In dieser Part ist dies eine Zusammenarbeit zwischen Finnland und Lettland, aber in den folgenden Phasen können auch andere Länder dem Kooperationsprogramm beitreten. Dies ist ein hervorragendes Beispiel für die Vertiefung der Verteidigungszusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten.“

Jussi Järvinen, Präsident der Geschäftseinheit Patria’s Land, kommentierte die Unterzeichnung ebenfalls:

„Dies ist eine wichtige Öffnung für uns, und wir hoffen, diese neue Fahrzeugversion im Rahmen dieses Programms in der Produktion zu sehen. Das Patria 6×6-Fahrzeug ist unser erstklassiges Produkt, das hervorragende Geländegängigkeit und Benutzerfreundlichkeit kombiniert. Lange Lebensdauer und einfache Wartung machen es sehr kosteneffizient. Es passt sich in mehrere Missionen an. Natürlich wäre es toll, wenn sich mit Finnland und Lettland auch andere Länder zusammenschließen würden.“

Wenn die Forschungs- und Entwicklungsphase reibungslos verläuft, könnten die lettischen nationalen Streitkräfte nach Angaben des lettischen Verteidigungsministeriums bereits 2021 neue Fahrzeuge erhalten. Es wird erwartet, dass die Lieferungen fertiger Produkte über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich erfolgen.

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