MBDA Enforcer für die Bundeswehr

MBDA Enforcer für die Bundeswehr

Das deutsche Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat im vergangenen Monat einen Vertrag über die Beschaffung der schultergestarteten Einwegrakete MBDA Enforcer unterzeichnet. Der Enforcer ging als Sieger aus der Ausschreibung „Leichtes Wirkmittel 1800+“ für einen Infanterie-Werfer hervor, der in der Lage ist, sich bewegende Ziele, einschließlich leichter Panzerung, bis zu einer Entfernung von 1800 Metern und darüber hinaus zu bekämpfen.

Der Enforcer wird sich dem von der Schulter gestarteten Wirkmittel 90 (israelischer MATADOR LRMP) und dem älteren Panzerfaust Pzf3 IT600 im Dienst der Bundeswehr anschließen. Die Bundeswehr setzt zwei ATGMs (Panzerabwehrlenkflugkörper) in ihrer Schützenpanzerflotte (IFV) ein; das kürzlich übernommene israelische LR sowohl in der als MELLS- Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörper-System oder Multi-role Gentle Guided Missile System bekannten Abstiegsversion als auch in der zweischüssigen montierten Variante; und der alte Milan 2, der auf dem Marder IFV montiert ist. Die deutsche Infanterie setzt auch die MATADOR RGW 90-AS-Variante für städtische Operationen gegen Strukturen ein.

Die von Deutschland verwendete MATADOR LRMP-Variante hat eine effektive Reichweite von 1200 Metern, während die Pzf3 IT600 bis zu 600 Meter erreichen kann. Der MBDA Enforcer erhöht den Einsatzbereich für leichte Infanterie ordentlich auf 1800 bis 2000 Meter, Reichweiten, die eher bei montierten ATGM-Plattformen zu sehen sind.

Der Enforcer verwendet ein wiederverwendbares Visier und eine Einwegrakete auf ähnliche Weise wie der Javelin. Jede Rakete wiegt 7 Kilogramm, während das Visier ungefähr 6 Kilogramm wiegt. Die Plattform ist Tag/Nacht-fähig und „Feuer und Vergessen“, sie ist in der Lage, sich bewegende Ziele zu verfolgen und Ziele hinter der Deckung durch Airburst-Effekte anzugreifen. Es wurde auch ausdrücklich so konzipiert, dass es aus Gebäuden und Verteidigungsstellungen mit vernachlässigbarem Rückstoß abgefeuert werden kann.

Abfeuern des Vollstreckers von einem Gebäude auf die Straße (mit freundlicher Genehmigung von MBDA)

Die Erstbestellung von 850 Enforcer-Raketen ist für das Kommando Spezialkräfte oder KSK, Spezialeinheiten der Bundeswehr, bestimmt, weitere Bestellungen für die Infanterie der Bundeswehr werden voraussichtlich folgen. Die Plattform kann gegen feindliche Infanterie, Softskin wie Techniker und leicht gepanzerte Fahrzeuge wie BMP1/2 und BTR-Serien eingesetzt werden.

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