Polen weckt Interesse an südkoreanischen K2-Panzern

Polen weckt Interesse an südkoreanischen K2-Panzern

Das polnische Interesse an K2-Kampfpanzern (MBT) von Südkorea scheint nach einem Tweet von Mariusz Błaszczak, Minister für nationale Verteidigung Polens, neu entfacht worden zu sein. Błaszczak, der derzeit die Republik Südkorea besucht, sagte:

„Wir werden das Panzerpotential der polnischen Streitkräfte konsequent erhöhen. Ich habe das Angebot gelesen, koreanische K2-Panzer zu kaufen. Die Zusammenarbeit wird von einem hohen Polonisierungsgrad ausgehen, der der Entwicklung der polnischen Rüstungsindustrie Impulse geben wird.“

Trotz der anfänglichen Rückschläge bei den Gesprächen zwischen dem polnischen Verteidigungsministerium und Hyundai-Rotem scheint die russische Invasion in der Ukraine Warschau dazu veranlasst zu haben, endlich Gespräche über eine mögliche Beschaffung der südkoreanischen Panzer aufzunehmen. In einer weiteren Erklärung sprach Błaszczak über die Bedeutung der Fertigung in Polen und den Technologietransfer und wies darauf hin, dass sein Besuch in Südkorea den Beginn von Verhandlungen darstelle.

Visualisierung des K2PL KPz. / Hyundai Rotem unter CC BY-SA 4.0

K2PL ist ein Hyundai-Rotem-Angebot eines modernen Kampfpanzers, der für polnische Bedürfnisse entwickelt wurde. Der südkoreanische Hersteller hatte zuvor den Markt sondiert, jedoch ohne Erfolg. Die mögliche Beschaffung von K2 wurde quick aus der Gleichung entfernt, nachdem das polnische Verteidigungsministerium den Kauf von M1A2 SEP v3 Abrams angekündigt hatte. Die Kosten für Abrams, der aktuelle Konflikt, die Verlegung polnischer T-72-Panzer in die Ukraine und die von ihnen hinterlassene Fähigkeitslücke könnten jedoch zu einer Neubetrachtung des koreanischen Angebots führen.

Będziemy konsekwentnie zwiększać potencjał pancerny Sił Zbrojnych RP. Zapoznałem się z ofertą zakupu koreańskich czołgów K2. Współpraca będzie zakładała wysoki poziom polonizacji, który da impuls rozwojowy polskiej zbrojeniówce. pic.twitter.com/Qq0TrEF3ID

– Mariusz Błaszczak (@mblaszczak) 31. Mai 2022

Der Hauptunterschied zwischen der Beschaffung von Abrams und K2 ist die Rolle des Fahrzeugs. K2 könnte als Lösung für das laufende „Wilk“-Programm ausgewählt werden, das sich auf den Kauf eines modernen polnischen Kampfpanzers und seine heimische Produktion konzentriert. Abrams wurde nie als Teil von „Wilk“ betrachtet, sondern eher als vorläufige Verstärkung der Verteidigungsfähigkeiten der polnischen Streitkräfte. Was Hyundai Polen bietet und Basic Dynamics nicht, ist das Potenzial für die heimische Produktion oder zumindest die Systemmontage. Ein Faktor bei der Entscheidung könnte sein, dass Polen bereits zuvor mit Südkorea zusammengearbeitet hat, wobei der K2 das Fahrgestell für die selbstfahrende 155-mm-Haubitze „Krab“ lieferte.

Letztendlich, so wird angenommen, werden die polnischen Streitkräfte zwei Arten von Kampfpanzern einsetzen wollen – den M1A2 SEP v3 und eine „Wilk“-Plattform, während die Leopard 2-Panzer wie einst die T-72 in die Reserve verschoben würden. Die Wahrscheinlichkeit, dass das polnische Verteidigungsministerium einen Vertrag zur Beschaffung des koreanischen K2 unterzeichnet, scheint gestiegen zu sein.

Titelfoto von den Streitkräften der Republik Korea unter CC BY-SA 2.0

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