Russland nimmt erbeutete ukrainische Kanonenboote in Dienst

Russland nimmt erbeutete ukrainische Kanonenboote in Dienst

Kürzlich veröffentlichte Fotos zeigen, dass die russische Marine mindestens ein erbeutetes ukrainisches Patrouillenschiff in Dienst gestellt hat. Die Fotos zeigen einen Pr. 58155 Kanonenboot Gyurza-M unter der blau-weißen Flagge der russischen Marine. Das Schiff scheint auch eine neue Wimpelnummer zu haben – „201“. Das umflaggte Schiff soll Akkerman, ehemals „P174“, sein.

Aus offenen Geheimdienstquellen wissen wir, dass mindestens fünf Patrouillenboote des russischen Marineprojekts 03160 der Raptor-Klasse zerstört oder schwer beschädigt wurden. Laut Oryx-Analysten von Open Supply Intelligence (OSINT) sind vier davon bekanntermaßen durch Angriffe ukrainischer TB2-UCAVs zerstört worden, während ein weiterer Berichten zufolge durch einen direkten Treffer einer vom Land aus gestarteten 9M113-Panzerabwehrlenkwaffe beschädigt wurde.

Umgeflaggter Akkerman ‘P174’ im russischen Dienst, nicht die St Andrew-Fähnrich (KCHF_RU)

Die ukrainischen Kanonenboote der 4 Gyurza-M-Klasse sind größer und besser bewaffnet mit einem Paar 30-mm-BM-5M.01-Katran-M-Kanonenhalterungen, die auch einen 30-mm-Granatwerfer, ein PKT-7,62×54-mmR-Maschinengewehr und mehrere Barrier-S-Führungsschiffe tragen Raketen. Die Klasse wurde 2016 bei der ukrainischen Marine in Dienst gestellt, wobei ursprünglich eine Beschaffung von 20 Booten geplant conflict.

Akkerman ‘P174’ im ukrainischen Dienst im Juni 2016 während der Assessments vor ihrer Indienststellung im Dezember (Ukrainisches Verteidigungsministerium)

Seit der russischen Invasion im Februar 2022 wurde mindestens ein Gyurza-M versenkt und drei weitere erbeutet: Akkerman ‘P174’, Vyshhorod ‘P179’ und Kremenchuk ‘P177’. Wir wissen derzeit nicht, welche Rolle sie in dem Konflikt vor ihrer Gefangennahme spielten, da sie möglicherweise nicht in See gestochen sind und Berichten zufolge in Berdyansk gefangen genommen wurden. Zwei der Klasse wurden 2018 auch von Russland abgehalten.

Die umgeflaggte Akkerman wurde auf dem russischen Marinestützpunkt in Sewastopol fotografiert. Es ist unklar, ob die beiden anderen erbeuteten Kanonenboote der Gyurza-M-Klasse ebenfalls in russische Dienste genommen wurden.

Titelbild: Akkerman ‘201’ in Sewastopol, by way of RCHF_RU

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