Sikorsky bereitet sich darauf vor, einen Blackhawk mit einem Tablet am Boden zu fliegen

Sikorsky bereitet sich darauf vor, einen Blackhawk mit einem Tablet am Boden zu fliegen

Bereits im Mai dieses Jahres testete Sikorsky einen UH-60A, der im Rahmen des ALIAS-Programms der DARPA mit einem autonomen Flugsteuerungssystem ausgestattet worden warfare. Sikorsky gab bekannt, dass das Flugzeug bis Oktober bereits über 50 Stunden Flugzeit erreicht hat und voraussichtlich 2020 mit einem Pill vom Boden aus fliegen wird. Das Ziel von ALIAS ist es, einen digitalen Copiloten zu schaffen, der in der Lage ist, den menschlichen Piloten von der Steuerung des Flugzeugs zu entlasten, damit er sich auf „Mission Commander Kind Duties“ konzentrieren kann. Dazu gehören netzwerkfähige Fähigkeiten wie die Aufnahme externer Sensorfeeds, die Koordination über Kampfmanagementsysteme und die Steuerung unbemannter Fahrzeuge, die zunehmend um die Aufmerksamkeit des Piloten konkurrieren. ALIAS soll auch die Flugfähigkeit bei rauem Wetter verbessern sowie die Trainingszeit verkürzen und die Sicherheit verbessern.

Das Pill, mit dem das autonome Flugsteuerungssystem gesteuert wird. (Foto: Sikorsky)

Das in die UH-60A eingebaute Fly-by-Wire-System basiert auf Technologie aus dem MATRIX-Programm von Sikorsky, das ursprünglich 2013 als privates Unternehmen gestartet wurde, bevor 2015 DARPA-Mittel involviert wurden. Bisher die S-76B und Cessna Caravan Prototypen haben über 300 Stunden autonome Flugzeit sowie über 100 autonome Begins und Landungen protokolliert.

Das MATRIX-System wird passender als „halbautonom“ klassifiziert, wobei Sikorsky es sehr treffend als „pilotgesteuerte Autonomie“ bezeichnet. Dazu gibt es mehrere Ebenen, auf der ersten Ebene ahmt MATRIX herkömmliche Steuerungen nach, die eine direkte Pilotsteuerung ermöglichen. Die zweite Ebene wirkt in vielerlei Hinsicht wie ein Tempomat, der die eingegebene Fluglage und Geschwindigkeit beibehält, die nach Belieben angepasst werden können. Die dritte Ebene ist ein echter halbautonomer Flug, bei dem der Pilot Parameter wie die gewünschte Höhe, Geschwindigkeit, G-Final, Flugverbotszonen und dann ein Ziel angibt. Diese Parameter werden über ein Pill eingegeben. Sobald ein Ziel festgelegt ist, kann der Pilot tun, was er möchte.
Das Flugzeug kann selbstständig abheben und nach der Ankunft das Gelände mithilfe von LIDAR-Sensoren an Bord beobachten, um einen idealen Landeplatz auszuwählen. Diese autonome Standortauswahl ermöglicht es dem Flugzeug, im Falle eines Stromausfalls ständig einen Autorotationslandepunkt zu berechnen, was die Sicherheit erhöht. Diese Sensoren ermöglichen dank automatischer Hinderniserkennung und -vermeidung auch ein bedenkenloses Fliegen in geringer Höhe.

Das S-76B-basierte Sikorsky Autonomous Analysis Plane (SARA) diente zum Testen von MATRIX-Technologien. (Foto: Sikorsky

Um nicht übertroffen zu werden, kündigte Bell an, dass sie vor Ende Januar einen autonomen Flug mit ihrem V-280-Prototyp durchführen werden. Während Sikorsky angesichts von MATRIX einen klaren Erfahrungsvorteil hat, müssen sie noch Pläne bekannt geben, ihren SB>1 Defiant, den zukünftigen Vertical Carry-Teilnehmer ihrer US-Armee, autonom zu fliegen. Damit wäre Bell der einzige Joint Multi-Function (JMR-TD)-Teilnehmer, der non-obligatory über die Fähigkeit eines pilotierten Fahrzeugs verfügt, eine Schlüsselvoraussetzung für das Future Vertical Carry-Programm. Im Second scheint Sikorsky mehr daran interessiert zu sein, die UH-60-Flotte der Armee aufzurüsten, da der V-280 der reifere JMR-TD-Kandidat zu sein scheint.

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